Die Zahlen
Die Ähnlichkeit mit einem Erdtag ist beinahe Zufall: Bei anderen Planeten ist die Spannweite enorm. Genau diese Nähe macht den Mars für Menschen praktisch und schafft zugleich das Problem mit den 40 Minuten.
Die dritte Kachel verändert alles andere. Ein Jahr ist fast doppelt so lang, also dauern auch die Jahreszeiten doppelt so lange: Der Winter auf dem Mars dauert etwa sechs Erdmonate, und die Arbeit muss darauf abgestimmt werden.
Leben nach Marszeit
Die Teams, die Rover steuerten, wechselten zum Sol: Ihre Schicht begann jeden Tag 40 Minuten später. Nach zwei Wochen war der Arbeitstag in die andere Tageshälfte gerutscht, so, als würdest du alle anderthalb Tage durch eine Zeitzone fliegen, aber nie ankommen.
Die Menschen beschrieben diesen Rhythmus als anstrengend: ständige Müdigkeit, kaum Zeit für das Familienleben, Arbeit um 3 Uhr nachts nach Erdzeit. Für einige Missionen wurden eigens Uhren hergestellt, die nach Marszeit liefen.
Der Grund war das Sonnenlicht. Ein Rover wird mit Solarzellen betrieben, und die Teams planen seinen Tag so, dass die Anweisungen am Marsmorgen eintreffen, sonst steht das Gerät einen ganzen Sol lang still.
Es gibt noch eine zweite Verzögerung, die nichts mit der Länge eines Tages zu tun hat. Ein Signal braucht in eine Richtung einige Minuten bis mehr als 20 Minuten, deshalb ist eine Live-Steuerung des Geräts unmöglich: Es bekommt auf einmal ein Programm für den ganzen Tag.
Um wie viel ist ein Marstag länger als ein Erdtag?
Warum wechselten die Teams zur Marszeit?
Quellen
- Ein Marstag dauert etwa 24 Stunden und 39 Minuten, ein Marsjahr ungefähr 687 Erdentage
- die Teams zur Steuerung der Rover wechselten zur lokalen Zeitrechnung, wodurch sich ihr Arbeitsplan allmählich gegenüber der Erde verschob
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